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Inhalt des Video und Wegweiser durch das Video, für das Vor- und Zurückspringen:
Zeiten in
Minuten:Sekunden

0:00 Christoph Engelhardt stellt seine Hauptpunkte vor:
- Frage der Genehmigungsfähigkeit
- Nachweis der Machbarkeit des Brandschutzes nicht erbracht
- Branddirektion und RP mussten ohne wesentliche Informationen und Nachweise zustimmen
- “unabhängiger ” Gutachter hat viele gravierende Punkte vertagt in die Ausführungsplanung
- Frage der Entfluchtung
- geforderte Zugzahlen sind nur mit Doppelbelegungen möglich. Wenn man sie untersagt,
hat der Bahnhof nicht die gewünschte Kapazität
- Welchen Tod stirbt dieses Projekt: Stirbt es am fehlenden Brandschutz oder an der fehlenden Kapazität?
- Engpässe durch Fluchttreppenhäuser wurden gar nicht untersucht, dies zeigte jetzt die Akteneinsicht

4:28 Hans Heydemann
- baulicher Brandschutz wird nicht eingehalten, Landesbauordnung wird ausgehebelt
- Verrauchung
- unglöste Zuluftführung wurde in die Ausführungsplanung verlagert

5:33 Johannes Frank
- Werkfeuerwehr: Bürgermeister von Leinfelden-Echterdingen angeschrieben,
aber er wollte von ihm keine Hilfe
- Historie der Bahnfeuerwehr: gibt es seit 160 Jahren
- Liste aller Werkfeuerwehren in Deutschland
- Untertageanlagen in Deutschland mit Anzahl der Feuerwehrangehörigen und Vergleich zum Bahnhof
- Kosten eines Feuerwehrmanns im Jahr
- Feuerwehrgesetz: Rechtsgrundlagen für Forderung einer Werkfeuerwehr

8:43 Hannes Rockenbauch bittet Christoph Engelhardt anzufangen

Die Zusammenfassungen der drei Referenten:

Dr. Christoph Engelhardt: „Wenn es brennt, geht es darum, dass alle Menschen so schnell wie möglich aus dem unterirdischen Bahnhof herauskommen – für diese sogenannte Entfluchtungssituation rechnet die Bahn aber mit viel zu geringen Personenzahlen: Die Bahn geht einfach davon aus, dass ihre Züge nie voll sind. Und sie berücksichtigt die im Stresstest-Fahrplan notwendigen häufigen Doppelbelegungen mit gleichzeitig vier Zügen pro Bahnsteig erst gar nicht. Sicherheit muss aber auch zu Stoßzeiten und am Tag vor Weihnachten funktionieren – auch dann, wenn sehr viele Menschen unterwegs sind und alle Züge und Bahnsteige voll sind! Mit vollen Zügen gerechnet wird der Tunnelbahnhof S21 im Brandfall zur Todesfalle. Die Bahn muss das Brandschutzkonzept für die geplante Zugbelegung bei Vollauslastung auslegen statt im Brandfall halbleere Züge anzunehmen. Einen Tod wird das Projekt S21 sterben: Entweder fehlender Brandschutz oder fehlende verkehrliche Kapazität!“

Hans Heydemann: „Die meisten Brandopfer ersticken im Rauch. Deshalb entscheidet die wirksame Entrauchung eines Bauwerks über Leben oder Tod der Flüchtenden. Im unterirdischen Bahnhof S21 ist die Situation besonders kritisch, denn die Menschen können nur nach oben fliehen, der Rauch steigt aber ebenfalls nach oben. Angesichts dessen ist es erschreckend, wie unausgegoren die von der Bahn vorgelegte Entrauchungsplanung ist: Verwirbelungen führen zu einer deutlich schnelleren Verrauchung, es gibt keine Lösung für die Belüftung, das skizzierte Verfahren kann so nicht funktionieren. Die Fluchtwege sind viel zu eng und zu lang, außerdem sind sie im Ernstfall durch Rauch unpassierbar.“

Brandoberamtsrat a.D. Johannes Frank ist überzeugt: „Dieser Bahnhof erfordert ein hochkomplexes und schnelles Katastrophenmanagement, die Station benötigt eine Werkfeuerwehr.“ Das bedeutet Millionenkosten pro Jahr, mit denen bisher niemand gerechnet hat.