YouTube:

Die Deutsche Post AG hat im Januar 2015 – parallel zur bundesweit bestehenden Niederlassungsstruktur – 49 Regionalgesellschaftenfür die Paketzustellung gegründet. Dort sollen in einem ersten Schritt 5000 Zustellbezirke eingerichtet werden.

Im Jahr davor hatte das Unternehmen die Zahl der Beschäftigten mit einem befristeten Arbeitsvertrag sukzessive auf rund 26 000 erhöht.

Nun wird ein Teil der zu den Konditionen des Haustarifvertrages der Deutschen Post AG befristet Beschäftigten vor die Wahl gestellt, die Arbeit zu verlieren oder die gleiche Arbeit zu schlechteren Bedingungen bei den neu gegründeten Regionalgesellschaften fortzusetzen. In Hessen macht das beispielweise nach 15 Beschäftigungsjahren 30 Prozent weniger Gehalt aus.

In der Paketzustellung ist die Quote der befristeten Jobs mit 30 Prozent deutlich höher als in der reinen Briefszutellung.

Beschäftigte der Deutschen Post AG, egal ob befristet oder unbefristet, verdienen in den ersten Arbeitsjahren rund 2000 Euro Brutto und steigt in den darauffolgenden sechs Jahren auf rund 2200 Euro.

Der zwischen ver.di und der Deutschen Post AG geschlossene Vertrag zum Schutz vor Fremdvergabe der Zustellbezirke ist von den Beschäftigten bezahlt; unter anderem mit dem Verzicht auf Kurzpausen und arbeitsfreie Tage sowie ein abgesenktes Einstiegsgehalt.

ver.di kündigte daher die Regelung zur Arbeitszeit aus dem Manteltarifvertrag. Die tarifvertragliche Regelung zur Arbeitszeit bei der Deutschen Post AG läuft bis zum 31. März 2015. Die Friedenspflicht endet am 1. April 0 Uhr.

V.i.S.d.P.:
Andreas Henke,
Pressesprecher des ver.di-Landesbezirkes Baden-Württemberg,
Theodor-Heuss-Straße 2,
70174 Stuttgart