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Presseerklärung des Bündnisses Verkehrswende jetzt! zum Strategiedialog Automobilwirtschaft

Weniger Autos, mehr Lebensqualität: Kopflose und ratlose Politik und Automobilindustrie in der Verkehrswende

Peter Grottian, Berliner Personenbündnis Verkehrswende, erklärt dazu: „Angela Merkel sagt alle Autogipfel ab, Winfried Kretschmann stellt sich wenigstens den Experten der Automobilindustrie und der Öffentlichkeit. Gleichwohl zeichnen die Bundesregierung, die Oppositionsparteien (Grüne, Linke) und die Automobilindustrie ein Bild einer politischen Laienspielschar: kopflos, konzeptionslos, und ohne irgendeine Lust an einer wirklichen Verkehrswende. Die Bürger*innen sind in ihrer konstruktiven Radikalität viel weiter im Kopf als die Politik und fordern in einer infratest-dimap Umfrage mit großen parteiübergreifenden Mehrheiten einen kostenfreien Nah- und Fernverkehr und pfeifen auf die Scheininnovation des selbstfahrenden Autos. Das Geld ist ihnen zu schade. Natürlich sind die Verbraucher mit ihren wahnwitzigen SUVs und in ihrer Autofixiertheit keine Unschuldslämmer, aber wenn Politiker, Andreas Scheuer und Angela Merkel, zur Verkehrswende nichts als Abtauchen und Dethematisierung beitragen, dann ist der „Absolutismus“ an seinem Ende angelangt. Auch Winfried Kretschmann wollte einmal „weniger Autos und mehr Lebensqualität“, das war ganz zu Anfang seiner Regierungszeit und ist nun offenbar Schnee von vorgestern. Sicherlich wird Kretschmann ein eigenes europäisches Werk für die Produktion von Elektroantrieben einfordern, aber seine Hände bleiben für Vorschläge zur Verkehrswende zumeist automobilindustriegesteuert leer.“

Was hat Verkehrswende mit S21 zu tun?

Mit Blick auf die konkrete Situation in Stuttgart führt Werner Sauerborn, Aktionsbündnis gegen S21. aus: „Mit Stuttgart 21 organisieren Kretschmann und seine Landesregierung geradezu die Verkehrswende rückwärts: große Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Straße, statt umgekehrt. Durch das Projekt Stuttgart 21 wird außerdem zusätzlicher PKW-Verkehr verursacht und damit die ohnehin zu hohe Belastung der Straßenanwohner und Verkehrsteilnehmer durch gesundheitsschädliche Stickoxid- und Giftstaubemissionen noch mal verstärkt, wie der Verkehrsberater Karlheinz Rößler in seiner Untersuchung zum Stickoxid- und Feinstaubemissionen des durch Stuttgart 21 verursachten Autoverkehrs vom 18.3.2018 aufgezeigt hat. So hofft das Bündnis Verkehrswende jetzt!, dass nicht Stuttgart und eine wirkliche Verkehrswende gleichzeitig an die Wand gefahren werden.“

Die im Text erwähnte infratest dimap Umfrage findet sich auf unserer Website www.verkehrswende-jetzt.de

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung: Benjamin Schad (Tel. 0172 7115653) und Peter Grottian (Tel. 0171 8313314)