Teil 1: Preisverleihung am Montag, 26. März 2012, 18 Uhr im „Weißen Saal“ des Neuen Schlosses in Stuttgart. Begrüßung durch Jürgen Hardeck und Laudatio von Thomas Gebauer. Preisbergabe durch Rainer Funk.

 

Teil 2: Rede von Georg Schramm nach der Veranstaltungspause

Zitate:

“Nach uns kommt nicht die Sintflut, wir sind die Sintflut.”

“Für Dombrowski kommt Küngs Weltethik auf jeden Fall zu spät. Seine Verzweiflung hat in den letzten Jahren eine Eigendynamik entwickelt, die ich nicht mehr bremsen kann. Er zürnt seinem Ende unwiderruflich entgegen, ich kann es nicht mehr verhindern, nur noch gestalten. Ich schulde ihm ein Ende, das noch am Schluss alle Erwartungen enttäuscht. Kein aufrechter Suizid als Märtyrer, kein schnöder Verkehrsunfall, sondern ein noch nie erlebter Bühnentod.

Der könnte so aussehen: Dombrowski begibt sich psychisch und physisch völlig verausgabt mit burnout-Syndrom in therapeutische Behandlung. Nach intensiver Einzeltherapie findet er zu sich. Er kann sich annehmen, zur Ruhe kommen, auf sich Rücksicht nehmen. Er muss nicht mehr täglich in den Kampf ziehen, sondern hat gelernt, sich zurück zu nehmen.

Auf diese Weise in sich ruhend betritt er wieder die Bühne – und langweilt die Zuschauer zu Tode. Spätestens bei seinen Ratschlägen, wie sie es ihm gleichtun können, verlassen sie den Saal. Ende einer großen Karriere durch therapeutischen Erfolg.”

Kamera: Bernd Fetzer und Robert Schrem
Bildregie und Ton: Robert Schrem
Technische Unterstützung: Hans-Georg Schulz

Mehr Informationen von Seiten des Veranstalters

S21 Demorede von Georg Schramm aus dem März 2011

 

Eingestellt am 28.03.2012 03:21 Uhr
Thema: Preisverleihung
Tags: Erich Fromm, Georg Schramm, Schramm
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