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Neckarwestheim, der geologisch denkbar ungünstigste Standort in Baden-Württemberg

In einem nicht mehr benötigten Steinbruchwurden die beiden Blöcke des AKWs gebaut.Bereits damals wurden die geologischenRisiken des Untergrundes weitgehend ignoriert. Bis heute werden durch ständiges Abpumpen des Grundwassers enorme Mengen an Mineralien ausgewaschen. Der Kühlturm sackt regelmäßig ab. Das Risiko im Untergrund wächst täglich. Die Stabilität bei einem möglichen Erdbeben basiert nur noch auf Treu und Glauben. Der ungünstigste Baugrund liegt vor, wenn der Fels zur Auflösung neigt, (Salz, Gips), ungünstig verlaufende Störungszonen enthält, bei artesisch gespanntem Grundwasser, wenn die Bauwerke selbst einer besonderen Gefährdung hinsichtlich Standsicherheit und Betriebssicherheit unterliegen (nach DIN 4020 1987). Bei der Frage, ob der vorgesehene Standort für das GKN II geeignet ist oder nicht, muss zwischen oberflächennahem und tieferem Baugrundes unterschieden werden. Entscheidend für die grundsätzliche Bebaubarkeit ist der tiefere Baugrund. Dieser ließe sich – falls erforderlich – nicht verbessern oder ersetzen.“
Nach dem Baugrundgutachten Gudehus et al. 1981.

Ein gut verständlicher und anschaulicher Vortrag wird diesen Glauben erschüttern. Das Besigheimer Loch (2002) und andere Dolinen werden gezeigt.

Dr. Hermann Behmel war von 1972 bis 2002 der Akademische Direktor und Geschäftsführer des Instituts für Geologie und Paläontologie an der Universität Stuttgart. Sein Spezialgebiet ist die Untersuchung von Baugrundrisiken.